FOVS Crew Graffiti JAM 2010 review

Posted by dans one | Posted in , | Posted on 05:52

Zwar wiederhole ich mich, denn meine Fotos kursieren bereits auf flickr, myspace, facebook ...
dennoch möchte ich der Vollständigkeit halber, mit einem kurzen Beitrag
von unserer Graffiti Jam berichten.
Oder noch besser- ich lass berichten und höre selber zu!





Ich wurde gefragt einen Text über den Fovs Graffiti Jam 2010 zu schreiben.
Eigentlich ein Kinderspiel, denn es braucht nicht mehr als eine Autobahn-Unterführung im Nirgendwo, umgeben von Wald und Wiese um einen Jam zu organisieren... Naja und dann vielleicht noch einen der das Auge dafür hat einen derartigen Ort als Schauplatz für einen Jam zu interpretieren.


Irgendjemand muss dann natürlich die Erlaubnis von den Behörden einholen. Flyer werden entworfen, gedruckt und verteilt.
Dann braucht man noch Dosen, wobei ich nicht von RedBull-Dosen spreche.
Auf die Frage was der Fovs Graffiti Jam ist bekam ich als Antwort "Bier und malen".
Das Bier diente mit sicherheit der guten Laune, aber außer Bier war noch literweise Farbe notwendig sowie Strom für Musik und noch zu essen und zu trinken.
Appropos essen und trinken: ganz so harte Kerle sind das doch nicht auf diesem Jam, zumal der Whisky als Aufguss und Marinade für Grillfleisch verwendet wurde (Charles Bukowski würde sich im Grab umdrehen).


Ich hätte fast vergessen einen Platz zum schlafen zu erwähnen. Abgesehen von den 16,5 Zelten schien schlafen garnicht so wichtig zu sein. Für manchen hat sich das Schlafen im Rahmen des Jams als schieres Erlebnis erwiesen. So manch anderer stand noch, oder schon um 06:00 h in der Früh an der Wand am malen. Naja...


Außerdem braucht es um "real busines" zu machen nunmal auch ein Netzwerk von Personen um das Ganze an den Mann zu bringen. Jetzt wird es interessant.
Denn es stellt sich die Frage, wer sind diese Personen und an welchen Mann muss das Ganze gebracht werden? "Eine Gruppe Leute die sich treffen um eine Unterführung zu schmücken", das könnte womöglich der nüchterne Kommentar eines Außenstehenden sein. Außenstehender? Heißt das, dass WIR, die auf dem Jam waren, Drinnen-stehende sind?
Gibt es ein drinnen und draußen? In gewisser Weise, Ja. Ich komme zum Punkt.
Ich gebe zu dass, letztendlich eine Reihe organisatorischer und sogar bürokratischer Dinge nötig sind um so einen Jam auf die Beine zu stellen.
Ein wichtiges Element fehlt jedoch — Die Leute.
Bevor der Jam steht und alles seine Ordnung hat, sind es die Leute/ Freunde die den Jam besonders machen.
Das heißt eine komplexe Gruppendynamik aus verschiedenen Individuen, Charakteren und Ideologien. Das Aufeinandertreffen von Freunden und Bekannten die sich darauf verlassen, an einen Ort (wenn auch noch so verlassen) zu fahren und zu wissen, Leute vom gleichen Schlag anzutreffen. Jeder der sich in diesem Milieu bewegt, kennt jemanden mit besonderen Fähigkeiten, ob es nun Dosen-skills oder zwischenmenschliche Skills sind.


Also seien wir ehrlich, wer sich freiwillig in Gefahr begibt um seinen Namen wohin zu schreiben, ist nicht ganz sauber. Aber genau das macht es aus und das ist auch die Trennlinie zwischen drinnen und draußen. Denn der Jam ist natürlich nicht da um busines zu machen und auch nicht um es zu einem kommerziellen Event ausarten zu lassen.
Es geht darum -diese verrückten Vögel- alle unter ein Dach zu bringen.

Und ich verspreche, es handelt sich um eines der schönsten Dächer die ihr je gesehen habt — Akim sei Dank. An dieser Stelle werde ich philosophisch und auch ein bischen romatisch: Dank solcher Leute wie Akim aus Berlin, der alle unter ein Dach gebracht hat, ist dieser Jam gelungen.


Ich danke allen im Namen des Organisators, dessen Vision das möglich gemacht hat, und entschuldige mich bei allen Anderen die ich nicht offensichtlich erwähnt habe.
Wer aufmerksam liest, sollte sich jedoch an der ein oder anderen Stelle wiedererkennen.




Text: Emerson
Photos:
Dans




Comments (1)

Hallo.
Ich mochte mit Ihrer Website dansone.blogspot.com Links tauschen